Schmuckbild mit Ausschnitt aus einem Mauerwerk.
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Ruine Fürstenberg

Ruine Fürstenberg. Quelle: LAD

Die Ruine von Burg Fürstenberg stellt ein Stück unverfälschtes Mittelalter dar. Errichtet wurde sie zum Schutz des Besitzes der kurfürstlichen Kölns um Bacharach und später zur Zollerhebung.

 

Die Wehranlage liegt inmitten von Weinbergen über dem Rhein und stellt eine typische rheinische Hangburg dar. Dominiert wird die Anlage von einem 25 Meter hohen, runden Bergfried, der sich charakteristisch zum Zinnenkranz hin verjüngt. Erkennbar sind die Überreste der bis zu zehn Meter hohen Schildmauer. An der stumpfwinkligen Knickstelle der Mauer steht heute noch ein runder Flankenturm, der um 1500 angefügt wurde, um die Burg besser mit Feuerwaffen verteidigen zu können. Darüber hinaus sieht man Reste eines rheinseitigen Wohngebäudes, Teile eines Torhauses und des aus dem Felsen gehauenen zwölf Meter tiefen Grabens. Die Mauern tragen zum Teil auch noch den alten Putz.

 

1243 gelangte Burg Fürstenberg als erbliches Lehen an den Pfalzgrafen bei Rhein. Im Dreißigjährigen Krieg durch Spanier (1620) und Schweden (1632) erobert, erfolgte die endgültige Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689. Obwohl es auch für Burg Fürstenberg Ausbaupläne gab, ist die Anlage bis heute eine Ruine geblieben.

Kurzinfos

55413 Rheindiebach

Privatbesitz, offene Ruine oberhalb von Rheindiebach

 

Anfahrt:

Im Ort von der B 9 nach links in Richtung Oberdiebach/Manubach abbiegen (Rheingoldstraße), nach ca. 200 m auf der rechten Seite kleiner Parkplatz am Friedhof. Von dort zurücklaufen zum nach links abbiegenden Wirtschaftweg, von da ca. 500 m Fußweg durch die Weinberge.

 

Weitere Bilder

Holger Klaes