Bingen
Zwischen Rhein und Nahe auf der einen und Kloppberg und Rochusberg auf der anderen Seite liegt die alte Stadt Bingen. Bereits vor rund 2.000 Jahren hatten die Römer hier an der Gabelung zweier Handelsstraßen das Kastell Bingium angelegt. Eine erste christliche Gemeinde ist aus dem 5. Jahrhundert bekannt. Der Grundriss Bingens folgt noch heute der römischen und mittelalterlichen Straßenführung.
Das Wahrzeichen der Stadt ist heute der Binger Mäuseturm, in dem der Sage nach der geizige Bischof Hatto von Mäusen gefressen wurde. Wildromantisch steht er mitten im Rhein und markiert das für die Rheinschiffe heute nicht mehr gefährliche Binger Loch.
Ein anderes berühmtes Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Klopp. Seit 1897 dient der Bau auf einem Hügel inmitten des Stadtgebiets als Rathaus. Die Fundamente des Bergfrieds und der Burgbrunnen stammen vermutlich aus römischer Zeit. Das Heimatmuseum, das Historische Museum am Strom, wurde 1998 von Burg Klopp an das Rheinufer verlegt. Es widmet sich in einer ständigen Ausstellung der großen Prophetin, Mystikerin und Wissenschaftlerin Hildegard von Bingen (1098-1179) und zeigt darüber hinaus vielfältige Exponate rund um das Thema "Rheinromantik".
Sehenswert sind darüber hinaus die Drususbrücke, eine der ältesten Steinbrücken Deutschlands, der mittelalterliche Rheinkran und die St. Rochuskapelle im nahe gelegenen Höhenpark Rochusberg, der zugleich ein beliebtes Ausflugsziel darstellt.
Ein wahres Abenteuerland erwartet den Gast in den Binger Rheinkribben am Eingang des Rheintals im Anschluss an den Binger Mäuseturm. Insbesondere bei niederem Rheinpegel kann man auf den kleinen Steindämmen bis weit in den Strom hinauslaufen. Im aufgeschwemmten Sand können sich Kinder austoben und nach Muschelschalen und Strandgut stöbern.


