Koblenz

- Blick auf Koblenz. Quelle: LAD
Kurz nach der Zeitenwende haben die Römer an der Moselmündung ein Erdkastell errichtet. „Ad confluentes“, bei den Zusammenfließenden, wurde es genannt. Nach dem Fall des Grenzwalles Limes gewann die befestigte Römerstadt Confluentes große strategische Bedeutung als Grenzfeste.
Seit damals ist Koblenz ein für Verkehr, Wirtschaft und Politik wichtiger Platz geblieben. Die Franken richteten hier im 5. Jahrhundert einen Königshof ein.
Im 10. Jahrhundert entstand am jenseitigen Rheinufer die erste Burganlage auf dem Ehrenbreitstein, die im Besitz der Erzbischöfe von Trier über die Jahrhunderte immer weiter ausgebaut wurde. Nach der Zerstörung in der Franzosenzeit wurde unter preußischer Herrschaft ab 1815 die heutige Festung Ehrenbreitstein errichtet.
Das zweite Wahrzeichen von Koblenz, das Deutsche Eck an der Moselmündung mit seinem Reiterstandbild, erhielt seinen Namen schon im 13. Jahrhundert, als sich die Deutschordensritter ganz in der Nähe niederließen. Im Deutschordenshaus befindet sich heute ein Museum für moderne Kunst. Obwohl weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden, finden sich Reste der Stadtmauer einschließlich ihrer römischen Teile noch immer an verschiedenen Stellen. Zu den eindrucksvollsten romanischen Kirchenbauten zählt die 836 geweihte St. Kastor-Basilika mit ihren reichen Kunstschätzen.
Zu den markantesten Bauten am romantischen Moselufer gehören die alte Burg aus dem 13. Jahrhundert und die steinerne Balduinbrücke.
Die alte Hauptpfarrkirche von Koblenz, die Liebfrauenkirche im Herzen der Altstadt vereint Romanik, Gotik und Barock. Trotz vieler Zerstörungen in den Kriegen des 17. Und 18. Jahrhunderts und zuletzt während des Zweiten Weltkriegs, haben sich in der Stadt glücklicherweise noch immer reizvolle Fassaden erhalten wie sie die Häuser am Alten Kaufhaus, am Plan und in der Löhrstraße zeigen. Das weiträumige Schloss in den Rheinanlagen ließ der letzte Trierer Kurfürst 1786 im Stil des Klassizismus erbauen


