Regionalbudget | © pixabay

1. Aufruf Regionalbudget

Neue Förderung von Kleinstprojekten bis 20.000 € Gesamtkosten

Im Rahmen der Bundesförderung „Regionalbudget“  gibt es erstmals am Mittelrhein die Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung von Kleinstprojekten (Gesamtkosten bis max. 20.000 € netto). Bis zum 20.03.2020 können Projektanträge bei der LAG eingereicht werden. Sowohl Kommunen, als auch Vereine, Organisationen und Private können von dieser Förderung profitieren.
Entscheidend für die Auswahl der Projektidee ist, wie gut sie die Gemeinden in der Region mit neuen Ideen voran bringt. Daher müssen die Projekte zur Umsetzung der Entwicklungs-strategie der Region (LILE) und deren Handlungsfelder beitragen. Diese lauten:

 

  • Lebenswerte Siedlungsstrukturen am Mittelrhein
  • Zukunftsfähige Tourismus- und Wirtschaftsstrukturen
  • Erhalt und nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal
  • Wir sind Welterbe! Gesellschaft und Gemeinschaft im UNESCO-Welterbegebiet

 

Beim „Regionalbudget“ handelt es sich um eine Maßnahme innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Zum Einsatz kommen Bundesmittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). In Rheinland-Pfalz ist das Regionalbudget integriert in den LEADER-Ansatz unter Maßnahme 19.2 des „"Entwicklungsprogramms Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" (EULLE). Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) ist Empfänger der Gelder des Bundes und leitet diese an die Träger der Kleinprojekte (Letztempfänger) weiter.

 

Förderaufruf

 

Wie läuft das Verfahren ab?

  1. Einreichen eines vollständig ausgefüllten Antrags und weiterer Unterlagen bis zum 20.03.2020 an die LAG-Geschäftsstelle
  2. Prüfung auf Vollständigkeit und grundsätzliche Förderfähigkeit durch die LAG-Geschäftsstelle
  3. Bewertung der Förderwürdigkeit und Festlegung einer Punktebewertung sowie eines Fördersatzes durch die LAG bei der Auswahlsitzung
  4. Bildung einer Rangfolge der eingereichten Projekte und Auswahl der Projekte gemäß des zur Verfügung stehenden Budgets
  5. Abschluss eines Vertrags zwischen Antragsteller und LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal über die Unterstützung des Kleinstprojektes im Rahmen des Regionalbudgets
  6. Umsetzung des Projekts mit anschließender Einreichung der Belege bis zum 15.10.2020 bei der LAG und Auszahlung der Förderung

 

Welche Voraussetzungen gelten?

  • Das Projekt muss die Umsetzung der Entwicklungsstrategie (LILE) unterstützen
  • Die Auswahl der Kleinstprojekte erfolgt anhand der Auswahlkriterien der LAG
  • Mit der LAG muss ein projektbezogener Vertrag geschlossen werden, erst dann kann mit der Umsetzung begonnen werden
  • Die förderfähigen Ausgaben dürfen max. 20.000 EUR (netto) betragen. Die Mehrwertsteuer ist nicht förderfähig! Zuwendungen von weniger als 2.000 EUR werden nicht gewährt
  • Die Höhe der Zuwendung beträgt bei privaten Projektträgern max. 45% und bei öffentlichen max. 70 %

 

Was kann gefördert werden?

  • Pläne für die Entwicklung ländlicher Gemeinden (z.B. Dorferneuerungsplanungen)
  • Investitionen in Erholungs- und Freizeiteinrichtungen (Gestaltung Dorfplatz, Spielplatz, Grünflächen, Wanderwege…)
  • Schaffung, Erhaltung und Ausbau von Gemeinschaftseinrichtungen, Mehrfunktionshäusern sowie Räume zur gemeinschaftlichen Nutzung (z.B. „Co-Working Spaces“)
  • Erhaltung und Gestaltung von Gebäuden einschließlich des Innenausbaus und der dazugehörigen Hof-, Garten- und Grünflächen
  • Abriss oder Teilabriss von Bausubstanz im Innenbereich, Entsieglung brach gefallener Flächen sowie Entsorgung der dabei anfallenden Abrissmaterialien
  • Dorfmoderation zur Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene
  • Entwicklung von IT-und softwaregestützten Lösungen für die ländlichen Räume zur Förderung der Infrastruktur
  • Kleine Infrastruktureinrichtungen
  • Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter zur Grundversorgung
  • Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen
  • Investive und nicht investive Maßnahmen für lokale Basisdienstleistungen zur Grundversorgung
     

Was kann nicht gefördert werden?

  • Bau- und Erschießungsvorhaben in Neubau-, Gewerbe- und Industriegebieten
  • Landankauf
  • Kauf von Tieren
  • Gesetzlich vorgeschriebene Planungsarbeiten
  • Leistungen der öffentlichen Verwaltung
  • Laufender Betrieb und Unterhaltung
  • Ausgaben im Zusammenhang mit Plänen nach dem BauGB
  • Einzelbetriebliche Beratung
  • Personal- und Sachleistungen für die Durchführung eines Regionalmanagements
  • Personalleistungen

 

Bitte beachten Sie, dass nur vollständig und korrekt ausgefüllte Anträge in die Projektauswahl einbezogen werden können! Zur Überprüfung der Vollständigkeit Ihrer Unterlagen, nutzen sie unsere Checkliste.

 

Die Geschäftsstelle  der LAG berät Sie sehr gerne bei Ihren Projektideen und steht Ihnen bei allen Fragen rund um die Förderung zur Seite!


 

 

 

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