Lorchhausen | © Henry Tornow

UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal

Das Unesco Welterbe


Als erste deutsche Kulturlandschaft ist das „Obere Mittelrheintal“ im Juni 2002 in die Unesco-Welterbe-Liste aufgenommen worden. Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation; Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation) ist ein Teil der UNO und hat sich in der Welterbekonvention zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen außergewöhnlichen Wert besitzen, zu erhalten.

Berühmte Namen auf der Welterbe-Liste sind unter anderem der Grand Canyon in den USA und das Great Barrier Riff vor Australien. In Deutschland stehen 31 Kulturbauten, Kulturensembles und Naturstätten auf dieser Liste. Dazu gehören der Kölner Dom, die Lübecker Altstadt und das Dessau-Wörlitzer Gartenreich.

 

Das Welterbe Oberes Mittelrheintal


Die einmalige Landschaft mit dem Rhein, seinen schmalen Uferstreifen und den steilen, zum Teil rebenbesetzten Talhängen sowie die zahlreichen Burgen, Schlösser, Klöster und Kirchen, verbunden mit den Mythen, Sagen, Werken der Literatur, Musik und der bildenden Kunst vor allem aus dem 19. Jahrhundert, haben zur Anerkennung des 60 km langen Rheintales zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz als Welterbe beigetragen. Mit dieser Anerkennung hat die Region einen internationalen Rang erhalten, der auf der einen Seite zur Bewahrung der spezifischen Eigenschaften unserer Kulturlandschaft verpflichtet, zum anderen aber auch zahlreiche Chancen für die Erneuerung der Region bietet. Diese Chancen gilt es weiterhin zu nutzen.

Bereits seit Jahren sind zahlreiche Gebietskörperschaften, Vereine und Interessengruppen im Welterbegebiet aktiv. Mit der Gründung des Zweckverbandes  Welterbe Oberes Mittelrheintal im Mai 2005 ist eine Struktur geschaffen worden, die diese einzelnen Aktivitäten im Tal bündeln soll und politisch, finanziell und personell weitere wesentliche, vor allem übergreifende Projekte anstoßen und realisieren wird.