Regionalbudget | © pixabay

Regionalbudget

Förderung von Kleinstprojekten bis 20.000 € Gesamtkosten

Für das das Bundesförderprogramm „Regionalbudget“ stehen im Jahr 2022 vorbehaltlich der Bereitstellung im Landeshaushalt Mittel in Höhe von 200.000 € zur Verfügung. Bis zum 28.03.2022 können Kommunen, Vereine, Organisationen und Privatpersonen Projektanträge bei der LAG einreichen. 


Entscheidend für die Auswahl der Projekte ist, wie gut sie die Region mit neuen Ideen voranbringen. Daher müssen die Projektideen unbedingt zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie der Region (LILE) und deren Handlungsfelder beitragen. Diese lauten:

 

  • Lebenswerte Siedlungsstrukturen am Mittelrhein
  • Zukunftsfähige Tourismus- und Wirtschaftsstrukturen
  • Erhalt und nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal
  • Wir sind Welterbe! Gesellschaft und Gemeinschaft im UNESCO-Welterbegebiet

 

Beim „Regionalbudget“ handelt es sich um eine Maßnahme innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Zum Einsatz kommen Bundesmittel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). In Rheinland-Pfalz ist das Regionalbudget integriert in den LEADER-Ansatz unter Maßnahme 19.2 des „"Entwicklungsprogramms Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung" (EULLE). Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) ist Empfänger der Gelder des Bundes und leitet diese an die Träger der Kleinprojekte (Letztempfänger) weiter.

 

Förderaufruf

 

Welche Voraussetzungen gelten?

  • Das Projekt muss die Umsetzung der Entwicklungsstrategie (LILE) unterstützen und inhaltlich einem Handlungsfeld zuzuordnen sein
  • Die Auswahl der Kleinstprojekte erfolgt anhand der Auswahlkriterien der LAG
  • Mit der LAG muss ein projektbezogener Vertrag geschlossen werden, erst dann kann mit der Umsetzung begonnen werden
  • Die förderfähigen Ausgaben dürfen max. 20.000 EUR (netto) betragen. Die Mehrwertsteuer ist nicht förderfähig! Zuwendungen von weniger als 2.000 EUR werden nicht gewährt
  • Die Höhe der Zuwendung beträgt bei privaten Projektträgern max. 45% und bei öffentlichen max. 70 %

 

Was kann gefördert werden?

  • Pläne für die Entwicklung ländlicher Gemeinden (z.B. Dorferneuerungsplanungen)
  • Investitionen in Erholungs- und Freizeiteinrichtungen (Gestaltung Dorfplatz, Spielplatz, Grünflächen, Wanderwege…)
  • Schaffung, Erhaltung und Ausbau von Gemeinschaftseinrichtungen, Mehrfunktionshäusern sowie Räume zur gemeinschaftlichen Nutzung (z.B. „Co-Working Spaces“)
  • Erhaltung und Gestaltung von Gebäuden einschließlich des Innenausbaus und der dazugehörigen Hof-, Garten- und Grünflächen
  • Abriss oder Teilabriss von Bausubstanz im Innenbereich, Entsieglung brach gefallener Flächen sowie Entsorgung der dabei anfallenden Abrissmaterialien
  • Dorfmoderation zur Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene
  • Entwicklung von IT-und softwaregestützten Lösungen für die ländlichen Räume zur Förderung der Infrastruktur
  • Kleine Infrastruktureinrichtungen
  • Investitionen in langlebige Wirtschaftsgüter zur Grundversorgung
  • Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen
  • Investive und nicht investive Maßnahmen für lokale Basisdienstleistungen zur Grundversorgung
  • sonstige Projekte, die den Entwicklungszielen der LILE entsprechen
     

Was kann nicht gefördert werden?

  • Bau- und Erschießungsvorhaben in Neubau-, Gewerbe- und Industriegebieten
  • Landankauf
  • Kauf von Tieren
  • Gesetzlich vorgeschriebene Planungsarbeiten
  • Leistungen der öffentlichen Verwaltung
  • Laufender Betrieb und Unterhaltung
  • Ausgaben im Zusammenhang mit Plänen nach dem BauGB
  • Einzelbetriebliche Beratung
  • Personal- und Sachleistungen für die Durchführung eines Regionalmanagements
  • Personalleistungen

 

Wie läuft das Verfahren ab?

  1. Einreichen eines vollständig ausgefüllten Antrags und weiterer Unterlagen bis zum 28.03.2022 bei der LAG-Geschäftsstelle
  2. Prüfung auf Vollständigkeit und grundsätzliche Förderfähigkeit durch die LAG-Geschäftsstelle (Welche Unterlagen nötig sind, können Sie der Checkliste entnehmen)
  3. Bewertung der Förderwürdigkeit und Festlegung einer Punktebewertung sowie eines Fördersatzes durch die LAG auf Grundlage der Auswahlkriterien
  4. Bildung einer Rangfolge der eingereichten Projekte auf Grundlage der Bewertung und Auswahl der Projekte gemäß des zur Verfügung stehenden Budgets
  5. Abschluss eines Vertrags zwischen Antragsteller und LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal über die Unterstützung des Kleinstprojektes im Rahmen des Regionalbudgets (Ende April)
  6. Umsetzung des Projektes, Einreichen des abschließenden Zahlungsantrages und Verwendungsnachweises bis zum 15.10.2022 bei der LAG und Auszahlung der Förderung

 

Bitte beachten Sie, dass nur vollständig und korrekt ausgefüllte Anträge in die Projektauswahl einbezogen werden können! Zur Überprüfung der Vollständigkeit Ihrer Unterlagen, nutzen sie unsere Checkliste oder kontaktieren Sie frühzeitig die Geschäftsstelle. In dem Dokument "Tipps & Hinweise" ist der Ablauf der Förderung noch einmal detailliertere beschrieben.  Projektträger finden hier zudem wichtige Hinweise zur Umsetzung ihre Projektes. 

 

ACHTUNG: Die Bereitstellung der Fördermittel in Höhe von 200.000 € steht unter einem Haushaltsvorbehalt. Es besteht die Möglichkeit, dass das Gesamtbudget im Verlauf des Projektaufrufes reduziert werden muss.

 

Die Geschäftsstelle  der LAG berät Sie sehr gerne bei Ihrer Projektidee und steht Ihnen bei allen Fragen rund um die Förderung zur Seite!


Hier können Sie sich einen Überblick  über die bisher geförderten Projekte des Regionalbudgets verschaffen. 

 

 

4. Aufruf Regionalbudget 2022

Checkliste Regionalbudget

Tipps & Hinweise Regionalbudget

Auswahlkriterien Regionalbudget

Förderantrag Letztempfänger Regionalbudget 2022