Allerheiligenbergkapelle II | © Stadt Lahnstein

Allerheiligenbergkapelle

Am Allerheiligenberg 63, 56112 Lahnstein

1671 wurden Kapelle und Eremitage auf dem Allerheiligenberg erbaut, die 1919 in die Klostergebäude der Missionsgesellschaft der Hünfelder Obladen integriert wurden. Die neugotische Kirche wurde in den Jahren 1895 bis 1901 von dem Freiburger Max Meckel erbaut. Von 1987 bis 1989 erfolgte die Renovierung der Außenanlage mit der Kreuzigungsgruppe sowie der darunter liegenden Grotte mit dem heiligen Grab. Zudem können Sie die herrliche Aussicht in das Rhein- und Lahntal genießen.


Erhabener Platz
Seit alters her ist der 170 Meter hohe Felssporn oberhalb der Lahnmündung ein prominenter Ort mit herrlicher Aussicht auf das Lahn- und Rheintal. Vermutlich gibt es an dieser außergewöhnlichen Lokalität bereits in der Frühzeit eine Kultstätte.

Im Jahre 1671 erbaut der Frühmesser Johann Philipp Trabach hier eine Kapelle „zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, der Muttergottes und aller Heiligen“. Seitdem wird die Anhöhe Allerheiligenberg genannt. Sie entwickelt sich rasch zu einem beliebten Wallfahrtsort. Zur Betreuung der zahlreichen Pilger entsteht an der Westseite der Kapelle eine Eremitage.

Ausgehend vom alten Friedhof in Niederlahnstein errichtet man in den Jahren 1854 bis 1886 einen etwa 1200 m langen Wallfahrtsweg, der, begleitet von mehreren Rosenkranz-Kapellchen, bis zum Allerheiligenberg hinauf führt.

Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 soll eine neue Kirche zum Gedenken an die Gefallenen entstehen. Der eindrucksvolle Saalbau in rheinischer Spätgotik wird in den Jahren 1895 bis 1901 nach Plänen des Freiburger Architekten Max Meckel erbaut. Im Inneren dieser Kirche befinden sich neben zahlreichen kirchlichen Darstellungen ein Rosenkranzaltar und ein Kriegergedächtnisaltar vom Lahnsteiner Bildhauer Caspar Weis. Von besonderer Bedeutung ist das barocke Gnadenbild der Madonna im Rosenkranz, welches noch aus der alten Wallfahrtskapelle stammt und die letzte Station des Wallfahrtsweges ist. Auf der Westseite der Kirche wird von Caspar Weis eine Kreuzigungsgruppe errichtet. Darunter befindet sich eine Felsenhöhle mit einer Darstellung der Grablegung Christi vom gleichen Künstler.

1919 erbaut die Missionsgesellschaft der Oblaten der makellosen Jungfrau Maria auf dem Allerheiligenberg ein Kloster, die Ordensgemeinschaft nutzt die alte Kapelle fortan als Klosterkapelle, bis sie im Jahr 2012 das Kloster aufgibt.

Nach einer umfangreichen Renovierung Ende des 20. Jahrhunderts ziert die Kirche heute den Allerheiligenberg mit frischem Glanz. Sie wird von der katholischen Pfarrei Lahnstein betreut. Viele Paare schließen hier den Bund des Lebens.

Mehr anzeigen Weniger anzeigen
Allerheiligenbergkapelle II | © Stadt Lahnstein
Allerheiligenbergkapelle IV | © Stadt Lahnstein
Allerheiligenbergkapelle III | © Stadt Lahnstein
Allerheiligenbergkapelle | © Stadt Lahnstein

Allerheiligenbergkapelle

Vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
56112 Lahnstein Am Allerheiligenberg 63
Allerheiligenbergkapelle
Am Allerheiligenberg 63
56112 Lahnstein

Tel.: (0049) 2621 628980
Web: http://www.lahnstein.de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/kirchen-kapellen

Route planen