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Welterbe-Wein 2026

Gesucht wird ein trockener Riesling aus den Weinlagen des UNESCO Welterbes Oberes Mittelrheintal, über die Anbaugebiete Mittelrhein, Rheinhessen, Nahe und Rheingau hinweg. Der Wein wird durch eine Fachjury ausgewählt. Das Etikett gestaltet die Künstlerin Mareike Knevels.

 

Grundlegende Informationen

Über Jahrhunderte haben die Menschen zwischen Rüdesheim, Bingen und Koblenz die steilen Hänge des Rheintals terrassiert, um Wein zu kultivieren. Damit legten sie einen der Grundsteine, die letztlich zur Anerkennung des Oberen Mittelrheintals zum UNESCO Weltkulturerbe im Jahr 2002 führten. Heute vereint das Welterbe Oberes Mittelrheintal gleich vier Weinbaugebiete: im Süden kleine Anteile Rheinhessens, der Nahe und dem Rheingau. Im Norden schließt sich das Weinbaugebiet Mittelrhein an, das den überwiegenden Teil des Welterbes umfasst.

Auch wenn die Weine aus dem Welterbe zu unterschiedlichen Anbaugebieten gehören, so spiegeln sie dennoch ihre Zugehörigkeit zur einzigartigen und von der UNESCO ausgezeichneten Kulturlandschaft wider. Das rheinische Schiefergebirge, Steil- und Steilstlagen sowie die Nähe zum Rhein zeichnen die Rahmenbedingungen aus.

 

Welterbe-Wein

Seit 2022 ruft der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal jährlich zur Teilnahme am Wettbewerb „Welterbe-Wein“ auf. Der terroir-spezifische Ansatz einer Reihe von Welterbe-Weinen, welche die landschaftlichen Gegebenheiten der Region widerspiegeln, stößt auf positive Resonanz vieler Weingenießer. Ebenso wird das Etikett des Welterbe-Weins von jährlich wechselnden regionalen Künstler*innen gestaltet, um diese sichtbar zu machen und in ihrem Wirken zu würdigen.

Ziel ist es im BUGA-Jahr Besucher*innen und Einheimischen eine Reihe von Welterbe-Weinen anzubieten, die den Charakter von Landschaft, Terroir und Rebsorten zugänglich machen. Eine Besonderheit sind dabei die Künstleretiketten von regionalen Künstler*innen, die ein besonderes Gespür für die Region haben die Einzigartigkeit des Mittelrheintals.

 

Beschreibung des Profils für den Welterbe-Wein 2026

Ein trockener Riesling mit typischem Säureniveau, der die schroffe Landschaft von Fels- und Gesteinsformationen zum Ausdruck bringt. Mineralität und ein ausgeprägtes Aromaprofil zeichnen Vertreter des Weins besonders aus.

 

Eckdaten Wein

Anbaugebiete:Mittelrhein, Rheingau, Nahe, Rheinhessen
Lage:Nur Weinlagen aus dem UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal (siehe Karte)
Rebsorte:Riesling
Qualitätsstufe:Qualitäts- oder Prädikatswein, AP-Nummer liegt vor (keine Fassproben)
Jahrgänge:2024 und 2025
Herkunft:Orts- und Lagenwein, alternativ Nachweis, dass Wein aus den genannten Weinlagen kommt
Analyse:analytisch trocken gemäß AP-Prüfung
Gebindegröße:  0,75 L, Wein ist gefüllt, keine Fassproben
Etikettierung:Etikettierung mit Künstleretikett, das durch den Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal bereitgestellt wird. Finale Gestaltung des Künstleretiketts und des Rückenetiketts in Abstimmung mit Weingut nach Auswahl des Weins. Keine Vorgaben zur Kapselfarbe (neutrale Kapselfarbe grds. vorteilhaft, aber nicht von Relevanz für die Auswahl).
Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal stellt bis zu 1000 Etiketten kostenfrei zur Verfügung. Das Künstleretikett wird für einen Jahrgang des ausgewählten Weins zur Verfügung gestellt.
Ein eigenständiger Nachdruck von Etiketten ist mit dem Zweckverband Welterbe abzustimmen.
Verfügbarkeit:mindestens 1.000 Flaschen (nicht etikettiert) ab Mai/Juni
Preis:Endkundenpreis des Weinguts für den Wein max. 25 € (brutto)
Rabattierung:Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal erhält einen Rabatt von 30% auf den Preis (brutto) ab Hof.
Vertrieb:Der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal wird den Wein im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit bewerben und einen Verkauf über die Partner des Welterbes forcieren. Er wird mindestens 50 Flaschen abnehmen. Ein eigener Vertrieb über das Siegerweingut ist darüber hinaus gewünscht.
Ein paralleler Vertrieb des Weins unter der Etikettierung und Gestaltung des Weinguts bleibt unberührt. Auch eine Bewerbung als „Welterbe-Wein 2026“ ist dafür gestattet. Der Verkaufspreis ab Hof in Eigenetikettierung muss identisch mit dem Preis der gesonderten Etikettierung des Welterbe-Weins sein.

 

Pro Weingut dürfen nur zwei Weine eingereicht werden! Die Weine müssen gefüllt und geprüft sein (AP-Nr. liegt vor).

Sieger-Weingüter sind vom Wettbewerb im Folgejahr ausgeschlossen.

Geplant ist ein Frontetikett als Künstleretikett und ein Rückenetikett mit den notwendigen Angaben zum Wein. Die finale Gestaltung und Beschaffenheit des Rückenetiketts erfolgt in Abstimmung mit dem Weingut (Einbindung des Logos des Weinguts, textliche Ergänzungen, etc.).

 

Jury

In der Jury werden Vertreterinnen und Vertreter der Anbaugebiete, des Welterbe-Managements, der Gastronomie, der Weinbauberatung sowie des Wein-Journalismus vertreten sein. Die Verkostung erfolgt blind.

 

Künstleretikett

Für das Künstleretikett 2026 konnte der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal die Designerin Mareike Knevels gewinnen. Mareike Knevels studierte Freie Kunst, Visuelle Kommunikation und Kommunikationsdesign in Weimar, Barcelona und Mainz. Als Ex- Burgenbloggerin von Burg Sooneck ist ihr die Region bestens vertraut. In ihrem Buch „Zwischen Riesling, Tahini und Pixeln“ begibt sie sich auf die Suche nach dem Heimatgefühl im Oberen Mittelrheintal und spürt dem „zu Hause“ im Rheintal nach.

Die Illustration des Künstleretiketts wird in Abstimmung und Dialog zwischen Weingut und Künstlerin erfolgen.
 

 

Ablauf

  1. Einreichung von max. zwei Weinen je Weingut (davon jeweils 3 Flaschen) mit vollständig ausgefülltem Informationsblatt bis Montag, 18. Mai 2026, 12:00 Uhr an
    Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, Dolkstr. 19, 56346 St. Goarshausen
  2. Prüfung auf Vollständigkeit der Angaben, Vorbereitung der Verkostung
    unterstützt durch den Mittelrhein-Wein e.V. 
  3. Sitzung der Jury am 26. Mai 2026
    in der Hochschule Geisenheim University in den Räumlichkeiten des Instituts für Oenologie
  4. Abstimmung Etikettierung Ende Mai / Anfang Juni 2026
  5. Vorstellung des Jubiläumsweins der Öffentlichkeit Ende Juli / Anfang August

 

Rückfragen bitte an:

Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal, Dolkstr. 19, 56346 St. Goarshausen, Nico Melchior (06771 40 399 34 ; 0151 14065603)

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Bewerbungsbogen Welterbe-Wein 2026